Glättend jene Falten alle, welche meine Stirn verdüstern, Zeigend, daß ich nicht vergebens Nesseln schwang und Nicht mit Danaideneimern aus des Lebens Brunnen Meiner Widersacher Mißmuth stört mich nicht in Roms
Doch die Liebe, wie ein Pilger, übersteigt die Apenninen. Allen denen, die so gerne jede wahre Kraft verkennen Sey's gesagt, daß nicht einmal ich ihren Namen höre Doch von Andern hör' ich, welche sonder Scheu vor Witzes-
Loben mein Gedicht mit Einsicht und mit Einsicht auch Diesen biet' ich aus der Ferne gern die Hand, und Dir Zwar Du ließest nicht die Stimme kritischer Vernunft Aber nach dem Kapitole, dessen Höh'n ich jezt erklimme,
Liessest wehn Du mir Begeist'rung, jene reine Milder- Die so glockenhell und herrlich von der Menschenlippe Und elektrisch ihren schönen Liebesfunken weiter leitet. Ja, es müssen, wo dem Guten sie sich beigesellt, dem
Aus der Seele Dithyramben, wie aus Wolken Blitze, Mögen denn auch meine Töne durch des Nordens Stürme Wie ein Weihgesang des Orpheus auf dem Schiff der Die den Pelz, den im Barbarenland sie sich mit Müh'
Für Apollo's Mantel halten, der in Tempe's Lüften Rufe nicht, da mich das deutsche Chaos würde blos er- Rufe nicht zurück den Dichter aus dem vielgeliebten Welcher, bis mich Frost und Alter lüstern macht nach
Ueber jedes meiner Worte Ströme von Musik ergieße. Immer mehr nach Süden laß mich meines Auges Wünsche Und genährt von Hyblahonig auf des Aetna Gipfel dichten! Laß mich Odysseen erfinden, schweifend an Homers Ge-
Bald, in voller Waffenrüstung, folgen ihnen Iliaden. Ja, wenn ganz mit deutscher Seele griech'sche Kunst sich Sollst Du sehn, zu welchen Pfeilen greift Apoll, zu wel- Noch so lange, Freund, so lange laß umher mich
Bis Thuiskons Volk und meine Wenigkeit zusammen Bis wir Einer Lehre Schüler, Brüder sind von Einem Beide dann einander würdig, und einander lieb ge- Wie die Lerche möcht' ich kommen, wann die ersten
Nicht wie euer Schneegestöber wehn und endlich liegen Eher nicht an eure Herzen klopf' ich an, an eure Pforten, Bis das Schönste nicht gethan ich, eine große That in Welche kalte Sinne glühn macht, Lob erpreßt von Syl-
Selbst den Feinden muß gefallen, und die Freunde ganz Dann vor Solche will ich treten, die verächtlich mir, Ehedem des Aberwitzes Achselblicke zugewendet, Die mir ins Gesicht gepredigt, deutsche Kunst sey längst
Und umsonst in meinem Busen brenne dieser heiße Ihrem Schaamerröthen tret' ich schweigend dann und still Und vor ihre Füße will ich alle meine Kränze legen.
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