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1815

6. An Schelling

August von Platen

Gebeut nicht auch im Königreich des Schönen, Wer immer König ist im Reich des Wahren? Du siehst sie beide sich im Höchsten paaren, Gleich in einander wie verlornen Tönen.

Du wirst die kleine Gabe nicht verhöhnen, Wirst diese morgenländisch bunten Scharen In ihrer Bilderfülle gern gewahren Und gerne dich an ihren Klang gewöhnen.

Zwar auf den Blüten eines fernen Landes Schweb ich nur flüchtig, Gleich dem Schmetterlinge, Vielleicht genießend eines eitlen Tandes. Du aber tauchst die heil'ge Bienenschwinge

Herab vom Saum des Weltenblumenrandes In das geheimnisvolle Wie der Dinge.

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