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1815

14.

August von Platen

Wo für Metall feil Glauben und Tugend ist, Gilt als Verdienst wegstoßende Sprödigkeit: Daß du mir ausweichst, weckt in mir erst Deiner Umarmungen süße Sehnsucht.

Reiz lockt und Schönheit, deren die Welt entlang Kein reicher Maß ausspendete Gott als hier; Doch schmerzt die Habsucht Jeden, welchem Liebe beglückender als Genuß dünkt.

Huldreiches Wort anhören mit offener Hand, Was kennt das Herz Unedleres? Ach, es klagt, Daß, Gleich der Pest, Leichtsinn entstelle Solche Gebärden und solche Züge!

Noch setzt in dich mein Gläubiger Mut indes Sein fest Vertraun, hofft liebebetört, es sei Voll Zartgefühl dein Busen, deine Wange die Wange der Scham und Unschuld.

Dies macht verklärt dein Auge, das meine sieht, Wie deines Leibs Gliedmaßen Unsterblichkeit Ausdrücken. Nun erst mag in vollen Wonnepokalen die Seele schwelgen.

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