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1768

Die Mutter der Gracchen

Gottlieb Konrad Pfeffel

Heil, Heil'dem Weib, das seine Zierde Nicht fremden Zonen stiehlt, Und, wie Cornelia, die Würde Des Muttertitels fühlt!

Einst gab ein fremdes Frauenzimmer Ihr einen Staatsbesuch; Ihr ganzer Leib war lauter Schimmer Und lauter Wohlgeruch.

Die Nymphe schwatzt von Putz und Kleide, So pflegt es noch zu gehn; Und endlich wünscht sie das Geschmeide Der Römerin zu sehn.

Cornelia winkt ihren Söhnen, Und als sie sich genaht, So sprach sie zu der eiteln Schönen: Hier diese sind mein Staat.

Wie manche Dame wird hier lachen, Auch du, Geliebte? – Nein, Nein! die Gebährerin der Gracchen Wird stets dein Vorbild seyn.

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