Skip to content
1783

Der Köhler

Gottlieb Konrad Pfeffel

In einer großen Hungersnoth Saß einst ein Köhler in dem Kreise Der Seinen um ein Haberbrod Und eine Tracht gebratner Mäuse.

Sein Fürst verlor sich auf der Jagd Von ungefähr in diese Hütte. Er setzt, nach freyer Jägerssitte, Sich unerkannt zu Tisch und fragt:

Was habt ihr da für eine Speise? Ach! rief der Köhler, es sind Mäuse; Doch, Herr, um Gotteswillen! sagt Dem Fürsten nichts von unserm Essen,

Sonst hetzt er dieses Wild für sich: Dann würden bald die Mäuse mich, Und er allein die Mäuse fressen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Köhler · Gottlieb Konrad Pfeffel · Poetry Cove