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1785

Der Hase

Gottlieb Konrad Pfeffel

Es traf sich einst ein rascher Hase Mit einem wilden Kater auf der Straße. Man schwatzte viel, auch von der Tapferkeit, Und itzt entstand ein Ehrenstreit.

Herr Murner pries den kühnen Muth der Katzen Und hies die Hasen feige Matzen. Verläumdung, rief Herr Lamp, du sollst mich sehn Dem ersten Hund beherzt entgegen gehn.

Gut, gut. Sie trabten fort; auf einmal stießen Sie auf das Aas von einem Schäferhund. Lamp sahs zuerst. Mit schnellen Füßen Läuft er so weit er kann, läuft sich die Sohlen wund

Und bleibt erschöpft von Mattigkeit und Schrecken In einem dichten Busche stecken. Hier fand zuletzt der Kater ihn; Nun, nun, das heiß ich mir vor einem Aase fliehn,

Rief er, ich suche dich schon eine halbe Stunde, Du tapfrer Held. Ey liebes Kind, Versetzte Lamp, ein andres sind Lebendige, ein andres todte Hunde.

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Der Hase · Gottlieb Konrad Pfeffel · Poetry Cove