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1783

Der Frosch

Gottlieb Konrad Pfeffel

Vor Eglens ofnem Fenster saß, In düstern Gram gehüllt, Ein grüner Frosch in einem Glas Mit Wasser angefüllt.

In einem Bauer nah dabey Hieng ein beredter Staar, Der wegen seiner Plauderey Der Schönen Liebling war.

He Freund, im nassen Element! Lachst du dein Tage nicht? Kein junger Kammerpräsident Macht solch ein Amtsgesicht.

So fragte Matz. Der Eremit Im Glas rief unmuthsvoll: Ha, daß man mich mit Füßen tritt, Und ich noch lachen soll!

Ich zeige treu das Wetter an; Allein was ist mein Lohn? Kaum trüb ich meinen Ocean, So schilt mich Egle schon.

Verwünschung erndtet der Prophet Und Küsse der Hanswurst. Hoho! sprach Matz, nur nicht geschmäht; Hast Unrecht, daß du murrst.

Du kannst nur Regen prophezeihn Und das ist ärgerlich; Verkünd uns auch den Sonnenschein, Was gilts? man liebet dich.

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Der Frosch · Gottlieb Konrad Pfeffel · Poetry Cove