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Zweyhundert vier und zwanzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

O Baum du der Triumph' und Sieg', erzogen, Feldherrn- und Dichter-Scheitel zu umweben, Wie viel in diesem kurzen Erdenleben Hast du mir Leid und Freuden zugezogen!

Wahrhafte Herrinn, Einem nur gewogen, Der Ehre, so vor Allen dir gegeben. Nicht Amors Schling' und Netz macht dich erbeben, Deinen Verstand hat keine List betrogen.

Adel des Bluts und was von werthen Schätzen Hier unter uns, Gold, Perlen und Rubinen, Verachtest all' du gleich als eitle Bürde. Die hohe Schönheit, der nichts gleich zu setzen,

Kann nur so weit sich deine Huld verdienen, Als sie der innern Keuschheit Schmuck und Zierde.

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