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Zweyhundert und drittes Sonett.

Francesco Petrarca

O müdes, liebes Herz, sieh' jene Höhen! Da ließ ich gestern die, so, uns in Treuen Ein Weilchen hold, darob empfand ein Reuen, Nun unserm Aug' entlocket ganze Se'en.

Kehr du dahin; gern will allein ich stehen; Sieh', ob's noch Zeit, die Schmerzen zu zerstreuen, Die bis anjetzt nur stärker sich erneuen, Prophet du und Genosse meiner Wehen! –

„O du, in Selbstvergessenheit befangen, Sprechend, als wär' dein Herz dir noch zur Seiten, Armer Verblendeter in eitlem Sinnen! Denn als von deinem theuersten Verlangen

Du dannen zogst, mocht' es dich nicht begleiten, Und barg sich tief in schönen Augen drinnen.“

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