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Zweyhundert und dreyzehntes Sonett.

Francesco Petrarca

Ich wein' und sing', von Zweifeln bang umrungen, Und fürcht' und hoff', ausathmend all' mein Kränken In Vers' und Seufzern; Amors Streiche lenken All' auf mein Herz sich, so von Weh durchdrungen.

Wird je dies fromme Angesicht, bezwungen, Sein erstes Licht dem Auge wieder schenken? – (Nicht weiß ich ach! was ich bey mir soll denken) Oder hat's ew'ge Thränen ihm bedungen?

Den Himmel zu empfahn, der ihm gebühret, Vergaß es, daß zwey Augen hier noch tagen, Denen es Sonne, die nichts Andres rühret? In solchem Krieg ohn' End', in solchem Zagen

Leb' ich ein Leben, wie ich nie geführet, Wie wer umirrt, auf dunkeln Pfad verschlagen.

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