Skip to content
1339

Zweyhundert und dreyßigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Daß Leben flieht und kann nicht Ruhe finden, Und eilend kommt der Tod ihm nachgegangen, Und Gegenwärtiges, und was vergangen, Ja Zukunft selbst mir steten Kampf entbinden;

Erwartung und Erinnerung entzünden Mich wechselnd so, daß, hielte nicht ein Bangen, Ein Mitleid mit mir selber mich gefangen, Längst hinter mir des Lebens Schranken stünden.

Da schwebt mir vor, was Süßes je beschieden Traurigem Herzen; anderseits dann schaue Mein Schiffen ich ringsum bedroht von Stürmen; Ich seh' das Glück im Port und schon ermüden

Den Steuermann, zerbrochen Mast und Taue, Und bleich die schönen Lichter, so mich schirmen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Zweyhundert und dreyßigstes Sonett. · Francesco Petrarca · Poetry Cove