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Zweyhundert und achtzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Nie thränlos wird mein Blick, nie ungerühret Werd' ich und ruhig jene Zeilen schauen, Aus denen Liebesfunkeln scheint zu thauen, Die Mitleid wie mit eigner Hand gezieret;

Geist, der im Erdenkampf du triumphiret, Nun solche Süße träufst aus Himmelsauen, Daß du zum Griffel, dem des Todes Grauen Entfremdet mich, mein Lied zurückgeführet;

Ich hoffte, andre Frucht dir noch zu weisen Von zartem Zweig'; – welch' wilden Sternes Neiden Nahm dieses uns? O Hort, auf welchen Gleisen, Durch wen mußtest zu früh du von uns scheiden?

Dich sieht mein Herz, dich will die Zunge preisen; Du, süßer Seufzer, stillst der Seele Leiden.

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