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Zweyhundert fünf und neunzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Süß, köstlich, theures Pfand, das mir entwendet Natur, dem nun der Himmel Schutz verliehen, Warum willst deine Huld du mir entziehen, O Stütze, meinem Leben einst gespendet?

Sonst hast im Schlummer mindest du gesendet Mir deinen Anblick; läßt mich nun verglühen Ohn' Kühlung; und wer heißet dich verziehen, Da ja dort oben Haß und Zürnen endet?

Weßhalb hier unten wohl huldreiche Seelen Manchmahl erfreut, was Andre Leides tragen, Daß Amor sich aus seinem Reich muß stehlen. Der du mich innen siehst und kennst mein Plagen,

Und einzig enden kannst so großes Quälen, Mit deinem Schatten sänft'ge meine Klagen.

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