Skip to content
1339

Zweyhundert ein und siebenzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Dahin ist ach! die Zeit nun und vergangen, Wo Kühl' ich fand, von Gluthen rings umlichtet! Hin Sie, von der geklagt ich und gedichtet! Doch ließ sie Thränen mir zurück und Bangen.

Dahin des frommen Angesichtes Prangen! Doch ging's, die süßen Blick' auf's Herz gerichtet, Auf's Herz, einst mein, das von mir schied, verpflichtet Ihr, die's mit schönem Mantel hielt umfangen.

Zur Erd' hat sie's, zum Himmel mitgenommen, Wo sie nun triumphirt, prangend im grünen Lorbeer, den siegreich Tugend ihr verliehen. O könnt' ich dieser Erdenhüll' entklommen,

Die mit Gewalt mich hält, könnt' ich mit ihnen Von Seufzern frey zu sel'gen Geistern ziehen!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Zweyhundert ein und siebenzigstes Sonett. · Francesco Petrarca · Poetry Cove