Skip to content
1339

Zweyhundert drey und vierzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Nimmer hat Mutter theuren Sohn beglücket, Nie liebesheiße Herrinn ihren Treuen So unter Seufzern und so bangem Scheuen Mit theuerm Rath, wann Zweifel ihn umstricket,

Wie Sie, wenn sie mich so verbannt erblicket Aus ihres ew'gen Hauses lichten Bläuen, Oft kehrt, die alte Huld mir zu erneuen, Mit Doppelliebe ihre Stirn geschmücket,

Mutter und Liebende; in frommen Gluthen Loht sie, und zaget dann, und zeigt im Sprechen, Was fliehn ich soll und was erspähn hienieden, Zählt auf des Lebens mancherley Gebrechen,

Flehend, der Seel' Erhebung froh zu sputen; Und wenn sie spricht nur, hab' ich Ruh und Frieden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Zweyhundert drey und vierzigstes Sonett. · Francesco Petrarca · Poetry Cove