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Vier und neunzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Sechszehntes Jahr der Seufzer ist verronnen, Entgegen ich fortan dem letzten gehe; Und dennoch dünkt mich, wenn zurück ich sehe, Daß nur vor Kurzem solches Leid begonnen.

Schaden bringt Nutzen, Bitterkeit bringt Wonnen, Leben ist Last; daß es im Kampf bestehe, Fleh' ich, und fürchte, daß der Tod nicht ehe Schließe den Blick, der Sprache mir gewonnen.

Hier müde nun, möcht' ich mich fern befinden; Mehr möcht' ich wollen, und doch mehr nicht will ich; Und, weil ich mehr nicht kann, thu' ich was billig. Und alter Sehnsucht neue Thränen künden,

Daß immer noch, wie ehedem, mein Pflegen, Und unbewegt ich unter all' den Schlägen.

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