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Sieben und achtzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Sie war mir, die mein Herz trägt in den Blicken, Da, wo ich liebesinnend saß, erschienen; Vom Sitz da sprang mit scheuen, bleichen Mienen Ich auf, ihr meine Ehrfurcht auszudrücken.

Mein Leid durchschauend, ließ sie mich erblicken So neue, seltne Farben, daß mit ihnen Sie Jovis Zorn in größter Wuth versühnen Und seiner Hand die Waffen konnt' entrücken.

Zusammen bebt' ich da, und auf dem Wege Fortschreitend sprach sie, daß ich kaum ertragen Ihr Wort und ihrer Augen süßes Tagen. Nun wohnt so viele Freude mir im Herzen,

Wenn solchen Grußes Segen ich erwäge, Daß nichts mich schmerzt, noch jemahls könnte schmerzen.

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