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Einhundert und zwölftes Sonett.

Francesco Petrarca

Hin, wo im Sonnenstrahl Gräser sich neigen, Und wo ihm trotzend, Schnee und Schollen ragen; Hin, wo kühl ist und leicht der Sonne Wagen; Wo ihre Strahlen sinken, wo sie steigen;

In Armuth, oder zu der Stolzen Reigen; In heitre Luft, durch Nebel hingetragen; Hin in die Nacht, zu lang' und kurzen Tagen, Zu Jugendfrisch' und reifern Alters Neigen;

In Himmel, Erde, Unterwelt gebettet, In sumpf'gen Thalesgrund, auf Bergeshöhen; Ein freyer Geist und an den Leib gekettet; Mit dunklem Nahmen und in Ruhmes Schimmer –

Derselbe stets, werd' leben ich, wie immer, Fortseufzend, wie es fünfzehn Jahr' geschehen.

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