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Einhundert und zwanzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Himmel, Gestirn' und Elemente gaben Wetteifernd jede Mühe sich, zu bauen Ein lebend Licht, in welchem sich beschauen Sonn' und Natur, die sonst nichts Gleiches haben.

So neu, so reizend ist es, so erhaben, Daß ird'sche Blicke sich zu ihm nicht trauen; So scheinet Amor Süß' und Huld zu thauen Aus ihrem Aug' in unermeßnen Gaben.

Die Luft, berührt von diesem holden Schimmer, Wird so von Tugend durch und durch entzunden, Daß ich's nicht sagen kann, und denken nimmer Kein irdisch Wollen wird allda empfunden,

Nur das der Ehr' und Tugend. Wann doch immer Hat Schönheit niedre Gier so überwunden?

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