Skip to content
1339

Einhundert und vierzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

In strengem Stern war (wenn, wie Mancher denket, Der Himmel uns beherrscht,) ich einst geboren, Streng war die Wieg', in der ich lag geboren, Streng Land, wohin den Fuß ich drauf gelenket;

Und streng die Frau, die mit dem Blick mich kränket, Mit Pfeilen, die zum Ziel mich nur erkoren, Mich traf; was oft ich, Amor, deinen Ohren Geklagt, weil jene Waff' auch Heilung schenket.

Doch bringt mein Jammer Freude deinem Herzen, Nicht ihrem, weil zu leicht die Wunden schmerzen, Und sie von Pfeilen kommen, nicht von Spießen. Dies tröstet mich, daß Schmachten nach der Frauen

Mehr werth, als einer andern zu genießen; Du schwörst's beym goldnen Pfeil; gern will ich trauen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Einhundert und vierzigstes Sonett. · Francesco Petrarca · Poetry Cove