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Einhundert und fünftes Sonett.

Francesco Petrarca

Das geiz'ge Babel hat von Gottes Zoren So voll das Maß und seiner Schuld, der schweren Daß es zerberstet fast; Bacchus, Cytheren, Nicht Pallas oder Zeus hat sich's verschworen

Ich harr' auf Recht und geh' derweil verloren. Doch neuen Sultan seh' ich ihm nun kehren. Dem wird – nicht wann ich's wollt' – ein Sitz der Ehren, Und der sey im Baldacco ihm erkoren.

Zerstreut wird all' der Götzen Schar auf Erden, Verbrannt die stolzen, gottverhaßten Zinnen, Und was drin lebt, von außen und von innen, Und Seelen mit der Tugend Huldgeberden

Die Welt zu Theil, und golden wird dann werden Alles und alte Tugend Raum gewinnen.

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