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Einhundert fünf und fünfzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

Es pflegt mein Schiff zu Mitternacht im Kalten Durch Scylla und Charybd' auf rauhen Se'en, Beladen mit Vergessenheit, zu gehen; Das Steuer hat mein Herr und Feind erhalten;

Gedanken schnell und kühn die Ruder halten, Die, scheint es, Sturm und Untergang verschmähen; Und vor der Seufzer rastlos feuchtem Wehen, Der Wünsch' und Hoffnungen, die Segel spalten.

Des Unmuths Nebel und der Thränen Sprühen Erweichend die schon schlaffen Taue tränken, Die Irrthum und Unwissenheit durchwinden; Meine zwey süßen lieben Sterne fliehen,

Ertränkt in Fluth ist Kunst und kluges Denken, Daß ich verzweifle, je den Port zu finden.

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