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Dreyhundert und dreyzehntes Sonett.

Francesco Petrarca

Die süßen Härten, sanften Weigerungen, Voll keuscher Liebe, voll von Huld und Güte; Der milde Zorn, der mein entflammt Gemüthe, Den Thorenwahn (jetzt seh' ich's ein) bezwungen;

Adlige Red', in welcher hell, verschlungen Mit höchster Anmuth, höchste Zucht erglühte; Der Schönheit Bronnen und der Tugend Blüthe, Die allem niedern Seyn mein Herz entrungen;

Der Himmelsblick, der Seligkeit bescheeret, Jetzt streng und stolz den Geist regiert und zügelt, Will er nach ungerechten Dingen streben, Zum Trost' in meinen Nöthen jetzt beflügelt; –

Der schöne Wechsel war von sel'gem Leben Die Wurzel mir, deß sonst ich hätt' entbehret.

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