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Dreyhundert und achtes Sonett.

Francesco Petrarca

Oft sagt mein treuer Spiegel mir, daneben Die andre Haut, der Geist, dem nichts gelinget, Kraft und Gewandtheit, die vergebens ringet: „Birg dir es nicht, du bist doch alt nun eben!

Das Beßt' ist stets, sich der Natur ergeben, Da uns die Zeit um Kraft zu kämpfen bringet.“ – Dann schnell, wie Wasserstrom die Gluth bezwinget, Erwach' aus langem Schlaf' ich neu zum Leben,

Und seh', wie unsre Tag' im Flug entwallen, Wie einmahl nur das Leben wird gefunden; Und hör' ein Wörtlein drinnen mir erschallen Von ihr, die schönen Knotens nun entbunden,

Doch hier vordem so einzig war vor Allen, Daß Allen, denk' ich, sie den Ruhm entwunden.

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