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Acht und achtzigstes Sonett.

Francesco Petrarca

So will ich denn, Sennuccio, dir entfalten Die Kunde meines Lebens, meiner Wehen: – Noch glüh' ich und vergeh', wie sonst geschehen, Mich lenket Laura; doch es bleibt beym Alten.

Demüthig bald, bald stolz ist ihr Verlangen, Bald rauh, bald mild, bald bös, bald fromm zu sehen; Bald seh ich ehrbar sie, bald liebreich stehen, Bald sanft, bald wild und zorniglich sie walten.

Hier sang sie süß, und setzte dort sich nieder; Hier wandt' sie um, dort hielt im Gang sie innen; Schlug mit dem Aug' hier meinem Herzen Wunden; Sprach da ein Wörtchen, lächelte dort wieder,

Verfärbte hier sich. Ach, in solchem Sinnen Hält Amor, unser Herr, mich stets gebunden.

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