Skip to content
1836

Todessehnsucht.

Sándor Petöfi

Gebt einen Sarg mir und ein Grab In tiefer, stiller Erde, – gebt! Wo kein Empfinden, kein Gefühl, Kein Herz und kein Gedanke lebt!

O du mein Kopf, du meine Brust, Zwiefacher Fluch, der auf mir ruht! Wozu mit Flammengeißeln selbst Sich quälen in ohnmächt'ger Wut?

Warum sehnt dieses stolze Hirn Gar zu den Sternen sich empor, Wenn sein Geschick ihm rauh befiehlt: Kriech' auf der Erde hin, du Tor!?

Und wenn von aller Freud' und Lust, Von allem, was des Daseins Zier, Nicht das Geringste mir gewährt, Wozu ward dieses Leben mir?

Und schlägt ein Herz in meiner Brust, Das hell im Glück zu jubeln weiß, Was gönnst Du, Gott der Seligkeit, Ihm nichts als einen Blick aus Eis? ...

Gebt einen Sarg mir und ein Grab In tiefer, stiller Erde, – gebt! Wo kein Empfinden, kein Gefühl, Kein Herz und kein Gedanke lebt! ...

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Todessehnsucht. · Sándor Petöfi · Poetry Cove