Skip to content
1836

Die Liebe, an Gefahren reich.

Sándor Petöfi

Die Liebe, an Gefahren reich, Ist einer finstern Grube gleich: Wer da hineinfällt, – weg ist er, Er sieht nicht mehr und hört nicht mehr.

Des Vaters Herde hüt' ich heut, Doch acht' ich nicht auf ihr Geläut', Und daß sie in die Saaten geht, Das merk' ich, armer Narr, zu spät.

Wie sorglich packte Mütterlein Mir allerhand zum Essen ein – Ich hab's verloren, weiß nicht wie, Doch auch den Hunger spür' ich nie.

O Vater, Mutter, seid belehrt: Ich mach' ja alles ganz verkehrt, O, laßt mich lieber ganz in Ruh' – Weiß ich doch nimmer, was ich tu'!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die Liebe, an Gefahren reich. · Sándor Petöfi · Poetry Cove