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1854

Wir schifften hin

Betty Paoli

Wir schifften hin auf feuchter Bahn, Das Meer lag schwarz umnachtet, Die Wellen brausten um den Kahn Mit uns'rem Schmerz befrachtet.

Es sang sein Lied voll wilder Lust Der Sturm, beim Schlag der Ruder, Als ahne er in uns'rer Brust Den nimmerstillen Bruder.

Die Finsterniß ward nur erhellt Von bleichen Phosphorfunken, Es schien die ganze weite Welt In Zauberschlaf versunken.

Doch unser'm Herzen war's, als sei Die sturmdurchfurchte Welle Ihm zu der Heimath, stark und frei. Die bang gesuchte Schwelle.

Hoch über uns der Himmel hehr, Durchwallt von Sternenreigen, Und unter uns, das dunkle Meer, Ein Grab voll Ruh' und Schweigen.

Und still verschwamm des Innern Streit Zu wundersamem Frieden, Da wir von Grab und Seligkeit Nur durch ein Brett geschieden.

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