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1854

Stille!

Betty Paoli

Wenn ein Kranker schlummernd liegt, Mild von Traumesarm gewiegt, Schweigen Alle im Gemache, Daß der Arme nicht erwache.

Leis' ihr Hauch und stumm ihr Mund, Kaum berührt ihr Fuß den Grund – Und der Kranke schlummert weiter Ruhbeseligt, traumesheiter.

Innig fleh' ich jetzt zu dir: Halte du es so mit mir, Mit dem tieferschöpften Herzen, Das entschlummert ist voll Schmerzen.

Halb verblutet schläft es fort; Weck' es nicht mit Deinem Wort! Trage schonendes Erbarmen Mit dem Kranken, Müden, Armen!

Willst du's wecken, sei's zum Glück; Kannst du dieß nicht, tritt zurück! Gieße Gift nicht in die Neige Meines Lebens! schweige! schweige!

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