Wenn ich den Weltlauf mir besehe,
Dem Tag für Tag das Höh're weicht,
Da fühl' ich, wie ein bittres Wehe
Sich bis zu meinem Herzen schleicht;
Da möcht' ich heiße Thränen weinen
In diesen See von Schmerz und Blut,
Da möchte ich die Erde reinen
Mit meines Fühlens Flammenglut;
Da möcht' ich auf den Gräbern beten
Der Großen, die in vor'ger Zeit
Das Recht der Menschheit kühn vertreten
Und ihrem Dienst sich ganz geweiht.
Und jammernd möchte ich sie fragen
Die Märtyrer im Grabe dort:
Wofür habt ihr gekämpft, ertragen,
Wenn schon verschollen euer Wort?
Was ihr der Welt an Glück erworben,
Sagt euch des Weltenschmerzes Chor! –
Wofür, wofür seid ihr gestorben,
Wenn Alles schlecht blieb, wie zuvor?