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1854

Einem grollenden Dichter

Betty Paoli

Du wandelst grollend durch das Weltgetriebe Und stolz darauf, die Menschheit zu verachten. Kaum gut genug dünkt dich ihr Thun und Trachten Für deines Spottes scharfe Geißelhiebe.

O daß der thöricht eitle Wahn zerstiebe! Nicht länger laß' ihn deinen Blick umnachten! Das echte Gold ruht in des Herzens Schachten Und jedes Kunstwerks Seele ist die Liebe. –

Des Künstlers Sendung ist es Licht zu flößen In alle Geister, mild zu sein den Armen, Und milder noch den Unheilvollen, Bösen. An seiner Gluht soll ja ihr Frost erwarmen;

Wie aber könnte Jener sie erlösen, Der sie nicht liebt mit göttlichem Erbarmen?

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