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1597–1639

Vi. Momifenestra & crura.

Martin Opitz

Momus hat zwey stück erzehlet Die die Götter hetten nicht An den Menschen zu gericht Erstlich meinet er daß fehlet

In das Hertz ein Fensterlein Da man könte sehen ein Was darinnen wer zufinden Auff daß alles käm’ an Tag.

Dieses war die ander klag Daß die Schienbein forne stünden Da man grössern schaden nehm Wenn man an was hartes kem.

Hette Vnd in acht genommen recht Vnser weibliches geschlecht Keinen Gott dörsst ernicht schmehen

Weil an beyden stücken hier Gantz keinmangel fellet für. Hette Diese beyde theil besucht

Eh erseinen Göttern flucht Wer mir nicht will glauben geben Gehe zu dem Brautbett hin Finden wird er bald darin

Wie der Breutgam könne machen Daß er dieses Fenster tieff Oeffne durch sein Perspectieff. Wie ermache seine sachen

Daß sein liebes Breutelein Hinden finde zwey Schienbein.

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