Nach aller meiner Noth nach so viel Angst vnd Klagen
Nach Seufftzen Ach vnd Wehe nach schmertz vnd trawrigkeit
Nach dem wodurch mein Hertz befandt sein höchstes Leidt
Ist doch mein Lieb bewegt mir eins nit abzuschlagen.
Ich mag gewißlich wol von gutem Glücke sagen
Ich bin durch jhren Mund zu letzte noch erfreüt
Ein Nectar-küssichin ward mir nach langem Streit
Die grosse Gunst hab ich dannoch davon getragen
Der Tau der süsse Tau der auff den Lippen schwebt
Der Tau der süsse Tau dadurch mein Geist noch lebt
Thut alle meine Furcht thut Noth vnd Trauren scheiden.
Ihr Götter die jhr seht auff alles dieser Erdt
Diß vbergrosse Freud mir nit zum ärgsten kehrt
Der Kuß ist wol verkaufft vmb all mein bitter Leiden.