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1597–1639

Sonnet an einen gewissen Berg.

Martin Opitz

Dv grüner Berg der du mit zweyen Spitzen Parnasso gleichst du hoher Felß bey dir Wünsch ich in Ruh zubleiben für vnd für Vnd deine Lust gantz einsam zubesitzen

Weil du mir auch vor aller Welt kanst nützen Dann wann ich bin auff deinen Klippen hier Seh’ ich allzeit der jenen orth für mir Die für dem Tod alleine mich kan schützen

Mein höchste Frewd vnd meines Lebens Leben: So weiß ich auch daß man sonst nirgendt findt Mit solcher Zier ein einig orth vmbgeben Natura hat die Lust allher gesetzet

Daß die auff dich mit Müh gestiegen sindt Hinwiderumb auch würden recht ergetzet.

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