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1597–1639

Sonnet. Als jhm seine Asterie geschrieben.

Martin Opitz

Wer solte dieses wol in sein Gemüthe bringen Daß vnder weiß vnd schwartz verborgen solche Freudt? Daß nur ein einig Brieff nemm’ alle Traurigkeit? Kan auch der Augenlust so weit ins Hertze dringen?

Ich weiß die Sinne fast nicht höher mehr zuschwingen Vnd habe wol mit fleiß gelesen jederzeit Was von der Liebe nur gefunden weit vnd breit Es hat mich aber nichts vermocht so sehr zuzwingen

Der Grich Anacreon der Sappho schön Gedicht Vnd auch Ovidius sind jhm zugleichen nicht Der künstlich Amadis ist nie so hoch gegangen. Glückseelig ist die Hand die diesen Brieff gemacht

Glückseelig ich die Dint vnd auch die Feder acht Vnd mehr glückseelig mich der ich jhn hab empfangen.

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