Ob schon bey diesem Bronne
Die meng der Jungfräwlein
Vnd dann die füll der wonne
Zusammen kommen sein:
Ob schon diß lieblich Thale
Ob schon die Berg vnd Wäldt
Schön grünen vberale
Mir dessen nichts gefellt.
Ob schon die Bächlein sausen
Ich doch nit schlaffen kan
Ob schon die Bäume brausen
Ficht mich doch immer an
Daß
Gar ferne zu der frist
Die aller zierd’ ein kerne
Ja Zierde selber ist
Die nur mit jhren blicken
All ding erfrewen thut
Die mir allein erquicken
Kan meinen Geist vnd Muth.
Fürwar wohin nur sehen
Ihr gläntzend’ Aeugelein
Muß alles trüb vergehen
Wie vor dem Sonnenschein.
Wohin jhr Athem wehet
Ihr Athem also bald
Gleich dem Westwindt außseet
Der Blümlein mannichfalt.
Doch sie allein verbleibet
Die Blum der Blümelein
Floram zu ruck sie treibet
Sampt all jhrm Blumen schrein.
Komm
Wendt von mir allen schmertz
All frewden zu mir wende
Schaff mir ein newes Hertz.
Du kanst mit deinem Munde
Die Sawrheit dieser Quell
Verzuckern vnd gesunde
Mich wieder machen schnell.
Du du allein kanst machen
Auß diesem gantzen Kreiß
Durch dein eintzig anlachen
Ein irrdisch Paradeiß.
So komm komm aber balde
Vnd komstu nit zu mir
So ist nichts daß mich halte
Phyllis, ich muß zu dir.