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1597–1639

Martin Opitzen Schäfferey von der Nimfen Hercinie.

Martin Opitz

Ist dann kein mittel nicht zue zwingen den gesellen Der eine jungfraw fleucht? soll dann das heil der höllen Erst sein herfür gesucht? es muß je sonsten mir Gehorchen was die welt in see in lufft vndt hier

In jhrer schoß verbirgt: die sternen mußen schwitzen; Der monde stille stehn vndt seinen wagen stützen; Der Nort windt legt den sturm zue meinen füßen hin; Der sommer schneyet mir: es machen wo ich bin

Die todten sich herzue; auff mein geheiße gehen Die starcken eichen fort; die flüße bleiben stehen; Die klippen sencken sich; die saate reiffet nicht; Die thäler steigen auff; der schlangen leib zerbricht;

Die löwen werden zahm was gilt ich wil was finden Den wilden tigersinn genungsam zue entzünden! Du dreykopff Hecate die älter ist als ich; Du geist der diesen berg beherrscher höre mich;

O Pluto komm herauff; ich achte nicht der sachen Die meines alters volck zue langsam reicher machen; Ich suche nicht metall nicht jaspis nicht demant; Ein fester hertz' als er soll werden vmb gewandt.

Die weil kein krötenblut noch drummel in den thoren Noch federn so die eul hatt vmb ein grab verlohren Noch heiße pfeidebrunst kein westerhembde nicht Kein nagel von der handt kein haar kein blut kein liecht

Zue rhaten deiner trew o jungfraw derer schmertzen Wie hart' vndt raw ich bin mir dringen selbst zue hertzen Bey jhm verfangen wil vndt ich vmbsonst gethan Was menschen klugheit weiß so helffe was da kan.

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