Laß Bündnuß Bündnuß sein die grossen Herrn behagen Da Land vnd Land wird eins sich friedlich zu betragen Vnd da man Gut vnd Blut zusamen setzen wil Wo etwan einer käm dem Vehd vnd Krieg gefiel.
Es ist ein zweifflich ding vff Bündnuß sich verlassen Dieselbe brechen offt gantz vnverhoffter massen Wen findstu der da halt was er dir hat geschworn? Du suchst jhn dann bey denn die vor vns warn geborn.
Bißweilen drennt die Forcht was einmal ist verglichen Bißweilen macht das Gelt durch Bündnuß einen strichen Bißweilen vnglück auch dieselbe schneid entzwey So bald Gefahr sich regt seind Bündnuß wie ein Ey.
Das ist ein vester Bund da sich die Lieb gesellet Da sich die Liebe selbst für einen Zeugen stellet Da Lieb ist selbst der Eyd daß Pitschafft vnd die Hand Der Vnderhändler selbst der Bott vnd Abgesandt.
In diesem fall hat nichts das böse Glück zu hoffen Hie hat das Glück gar offt die Hörner abgeloffen Je mehr dasselbig wüth je stercker wird die Trew Durch vngerahte Tag wird nur die Liebe new:
Gleich wie die rawe Kält so durch vnd durch thut schneiden Mag zwey in einem Bett durch sein gewaltnicht scheiden Je mehr die Winters zeit die zarte Leiber druckt Je mehr vnd mehr als dann die Lieb zur Liebe ruckt.
Ein Jungfraw saß allein vnd sang von Liebs gedancken Sie sprach von dir mein Hertz begehrich nicht zu wancken Vnd muß ich mit dir gehn durch Fewer Schnee vnd Kelt Vnd durch das wilde Meer wie Zornig es sich stelt.
Ich dacht in meinem Sinn ob es solt müglich scheinen Ich fragt die Braut darumb Sie that es nicht verneinen Sie sprach die Kelt ist warm Sie sprach die Hitz ist kühl Wann ich die Liebe nur in meinem Hertzen fühl.
Ich fragt den Bräutigam er solt sein Meinung sagen Er antwort mir geschwind ich solt mich selber fragen? Ich schweig vnd gieng davon dacht vnter Wegs bey mir Wie nun Herr Bräutigam wer sagt die sachen dir?
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