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1597–1639

IiII. Opitz.

Martin Opitz

Auff jhr klugen Pierinnen Laßet vns ein liedt beginnen Einem Helden der euch liebt Der bey seinen schönen flüßen Welche sich herumb ergießen Vns auch eine stelle giebt. Weiß er gleich mitt rittersachen Ihm ein solches lob zue machen Das der alten namen gleicht So erkennt er doch daß thaten In die lange nacht gerhaten Wann jhr nicht die hände reicht. Keine heereskrafft kan streiten Wieder die gewalt der zeiten; JDas Das metall vndt eisen bricht; Kron vndt Zepter legt sich nieder; Aber ewre schöne lieder Wißen von dem tode nicht. Herr wo sindt die strengen kriege Deiner Ahnen? jhre siege Ihr verdienst liegt vnbeklagt. Was schon bleibet vnbesungen Von der schwestern weiser zungen Wirdt nicht lange nachgesagt.

Vnser Phebus muß es bringen Vndt mitt grüner jugendt dringen Durch der eitelkeiten wahn Phebus der mich angetrieben Daß ich diß von dir geschrieben Was des grabes lachen kan. Deine blüte deine wercke Diese ritterliche stärcke Fühlet endtlich doch die zeit: Komm Heldt friste dir das leben Komm Thalia wirdt dir geben Einen krantz der ewigkeit.

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