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1597–1639

Ii. Cœli & Fœminæ rotunditas.

Martin Opitz

Deß Himmels blawe Feld befleckt mit keinen Meckeln Bestecket hier vnd da mithellen Sterne Fackeln Beschlossen von sich selbst bestehend ohne grund Ist allenthalben gantz volkommen kugelrund.

Die Frawen mehrertheils deß Himmels schöne Kinder Befinden an fich die volkommenheit nicht minder In dreyen sind sierund das erste sind die Brüst Das ander ist das Haupt der Bauch das dritte ist.

Die erste pflegen in die runde sich zu füegen Wenn sie zu harte nicht daheim gefangen liegen Wie die Jungfrawen jetz sehr vabarmhertzig sein Vnd jhre Kindlein gar zu harte windelnein.

Dem andern stücke wird die runde nicht benommen Durch vngehewre bürd die von vns Männern kommen Das schöne Leibes Schloß schön rund vnd artig steht Vnd seinem Himmel gleich sacht hin vnd wieder geht.

Das drit ist von Natur zur runde nicht erkoren Doch hat wie ich gehört der Breutigam geschworen Daß nicht ein halbes Jahr soll recht vorüber gehn Sosoll dasselbe theil gantz kugelrund da stehn.

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