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1597–1639

I. Sonnet.

Martin Opitz

Evch ruff ich erstlich an jhr draymahl drey Göttinnen Macht aufs daß ewer Brunn vnd Flügelspferde Fluß Abfliessen her zu mir in mein gemüthe mus. Regieret meinen Geist regieret meine Sinnen

Daß ich wie ich gern wolt vnd solt je mehr vnd mehr Erhebe weit vnd breit deß Frawenzimmers Ehr. Wolan so strecke dich o Feder wohlbekandt Vnd mache dich an den so hochgeehrten standt

Damit jhr Lob vnd Ruhm so weit mög vmbher fliegen So weit die Sonne laufft durchs grosse Himmelshauß Beweise daß sie mit volkommenheit durchauß Zwar wider den gebrauch den Männern selbst obliegen.

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