Ihr aber wisset nichts als nur auff Gut zusinnen Vnd zieht bald vber Feld bald durch das wilde Meer Ja wohin auch die Sonn hat niemals reichen künnen Da bringet jhr das Golt den schönen Koth anher.
Vnd ich bedarff diß nicht was jhr an allenenden Zu Land vnd Wasser sucht das hab ich schon bey mir Mein Gut ist daß ich sterb in meiner Liebsten Händen Die Strasse wandel ich gar sicher für vnd für.
Dann jetzundt wirdt mein Geist von jhrem Geist empfangen Wenn er das schöne Thor des Mundes kompt hinein Jetzundt ergeh ich mich bey den liebreichen Wangen Da Venus vnd jhr Sohn persönlich wohnhafft sein.
Bald hatt sie mir ich jhr den zarten Halß vmbgeben Vnd schaw wie die Natur so trefflich sie geziert Bald in den äugelein enthalt ich mir das Leben Dahin werdt ich zugleich mit Sinn vnd Muth geführt
Wie der so vnverschuldt sein Vatterland verlassen Muß suchen einen Weg der jhm gantz vnbekandt Geht vber Berg vnd Thal durch angenehme Strassen Nichts achtendt als allein sein liebes Vatterlandt.
Wann er dann ohn gefehr erblicket einen Bronnen Der sonst verborgen ist in mitten in dem Wald Befreyet vor der Hitz vnd vngedult der Sonnen Da nichts als nur das Wild hat seinen aufsenthalt
So ist er wolgemuth vergisset aller dinge Erforschet nur den Quell deß Brünneleins mit fleiß Vnd wünscht daß jhn alldar der sanffte Schlaf vmbringe Weil er vor grosser Lust sich selber auch nicht weiß.
Nicht weniger auch mich weil ich so sehr gejrret Durch Frewd vnd höchste Lust der süssen Liebes pein Weil mein Gemüthe sich in Wollust gantz verwirret Wirdt nichts nicht machen loß als nur der Todt allein.
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