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1597–1639

Ein rein Glas.

Martin Opitz

Freylich freylich ist ein Glas Edle Jungfraw alles das Was in ewrer besten Zier Als die Sonne leuchtet für

Schaut wie schön die Sternen all Leuchten auß des Himmels Saal Wie der Mond sein bleiches Haar Außgebreitet gantz vnd gar

Wie die grosse weite Welt Schläfrig in die Bethe fellt Wie die Wasser stehen still Wie sich nichts bewegen will.

Eh der Vögel Lobgesang Wiederthönt mit hellem Klang Eh der liechte Venus Stern Sich läst sehen weit vnd fern

Eh die schöne Morgenröth Auß dem sussen Schlaf vffsteht Vnd entdecket jhren schein Wirdt das Glas zubrochen sein.

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