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1597–1639

Echo oder Widerschall.

Martin Opitz

Diß Ort mit Bäumen gantz vmbgeben Da nichts als Furcht vnd Schatten schweben Da Trawrigkeit sich hin verfügt Da alles wüst vnd öde ligt

Da auch die Sonne nicht hinreichet Da gifftig Vngeziefer schleichet Da gar kein Wasser sich ergeußt Als daß auß meinen Augen fleust

Da gar kein Liecht nicht wirdt erkennet Als das auß meinem Hertzen brennet Beduncket mich bequem zusein Da ich mich klag ab meiner Pein

Ab meiner Pein ab meinem Leiden Daß mich jetzundt wirdt von mir scheyden Doch eh der lang gewünschte Todt Mit frewden abhilfft meiner Noth

Will ich von meiner Liebe klagen Vnd ob schon gantz vergeblich fragen Ist dann niemandt der tröste mich Weil ich so trawre jnniglich? Ich.

O Echo wirdt ohn dich alleine Hinfort mich nimmer trösten keine? Eine. Wie soll sie löschen meinen Brandt Ist sie mir doch noch vnbekandt? Bekandt.

Die die ich kenn wills nicht verstehen Lest mich in Leydt ohn ablaß gehen. Laß gehen. Laß ich es gehn vnd komm in freudt Wem soll ichs dancken mit der Zeit? Der Zeit.

So ist nun noth daß ich verscharre Das Fewer vnd der Stundt erharre? Harre Wenn ich zu lange harren solt Was hülffe meiner Vngedult? Gedult.

Vieleichte möcht ich sterben eh Weil ich in höchstem Elend geh. Entgehe. So folg ich deinem Rathe schlecht Hoff alles werde gut vnd recht. Recht.

Nun bin ich vieler Noth entbunden Vnd habe guten Trost empfunden Du vnbewohnte Trawrigkeit Ihr Hecken voll von meinem Leidt.

Ihr grausam Hölen vnd jhr Wüsten Da Eulen Natern Schlangen nisten Du wuster Orth gehab dich wohl Ich bin für trawren frewde voll.

Für Finsterniß such ich die Sonnen Für Thränen einen külen Bronnen Die so Vertröstung mir gethan Gewißlich nicht betriegen kan.

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