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1597–1639

Deß Ehrwerbenden Teutschen jungen Adels.

Martin Opitz

Wir kommen nicht hieher vns selbsten vil zurühmen Oder durch frembde Sprach die Warheit zuverblümen Als ob wir kemen jetzt auß einem end der Welt Oder wider-belebt vom Elisischen Feld.

Nein. Teufel sind wir nicht noch Riesen noch Halb-Götter Noch Helden noch Wildleut noch vnsers Lands verspötter Das Teutsche Reich bekant ist vnser Vatterlandt Teutsch sein wir von Geburt von Stammen hertz vnd hand.

Was dient es frembden Preiß vnd Namen zu entlehnen Teutschland bedarff sich nit mit außländer beschönen Wie dann die Welt wohl weiß daß es zu aller Zeit Treffliche Leut genug hatte zum Fried vnd Streit.

Darumb ob wir wohl jung nit sonders vil erfahren Begeren wir doch nit vnsere Fäust zusparen Sondern erscheinen nur in vnser teutschen tracht Mit Teutschredlichem Muth vmb vnfer erste macht

An disen Rittern hier (die so hoch Triumphieren) Ihrer begird gemeß gewaffnet zu probieren Verhoffend zweiffels frey daß diese erste Prob Vollendendt jhren Ruhm anfangen soll das Lob

So man von nuhn an wird durch die straich vnserwören Vnder dem Firmament täglich erschallen hören.

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