Was kan man besser thun den Abend vor der Faste Als daß man Bacchus lobt dieweil man geht zu gaste An einen guten Tisch? wir wissen nichts von leid Gedencken wir an dich o Vater aller frewdt
Vnd auch deß süssen Weins! wen solte man vergleichen Mit deiner starcken macht? die Götter müssen weichen Dir der du einer bist vnd doch mehr namen hast Nechst Jupiter allein als alle Götter fast.
Mir kommen in den Sinn auff eine zeit viel dinge Ich weis nicht was ich erst was ich zu letzte singe. Wie Jupiter mitblitz die Semele bedeckt Vnd jhres leibes bürd in seine hüfft gesteckt.
Deß Donners Schwester kam der loh der heissen flammen Vmbringte deinen leib schlug vber dir zusammen Der blitz stund vmb dich her biß daß dein Vater kam Vnd auß dem Fewer dich mit eignen Händen nam.
Nach dem du nuhn befreyt vnd auß der glut genommen Bist du auch auß der hüfft des Jovis wieder kommen Mehr als einmahl gebohrn diß hast du gar allein Vnd keiner sonst mit dir im Himmel nicht gemein:
Wo aber ists geschehn? viel von den alten sagen Es habe Nisa dich in Indien getragen; Viel sagen es sey nicht ein jeder sagt das sein’ Ich meine daß du seyst geboren an dem Rein:
Da kömpt das edle naß nach Dordrecht abgefahren Das Niederlandt erfrewt: da waren dein’ altaren Da ist dein name noch der Spanier ob er wohl Auch süsse trauben hat wird offte von dir vol.
Man lobt auch Creta tranck von wegen seiner gaben Sie wolten dich sehr gern zu Jovis Landsman haben Vnd Bürger dieses orts doch schaw du gar wohl zue Daß man nicht auch dein grab den Völckern zeigen thue.
Von dar bist du zur stund den Göttin vbergeben Die in dem weiten Meer vnd in dem Wasser leben. Die haben dich bewahrt vnd wunderlich ernehrt Als Juno wieder dich den harten zorn gekehrt.
Deß grossen Atlas Neef hat dich dahin thun müssen Weil du die zunge schärffst daß vnsre reden fliessen Wie susses honig fleust das honig das man glaubt Das du wie auch den Wein den Menschen hast erlaubt.
Es ist mir zwar bewust das ander’ auch gestunden Es hette Ph Ich aber glaube so vnd meine daß der neidt Auch in den Himmel reicht der sonst ist weit vnd breit.
Du hast der namen viel darauß dein lob zue sehen Dein’ art vnd grosse krafft vnd was durch dich geschehen. Die gantz ohn ende sein vnzehlich vnbekandt Die Mahler schreiben auch die wunder an die wandt:
Ly Die sinnen vnd verstandt vnd rhue der sorgen finden. Doch warumb bist du nackt o Evan ohne scham Vnd ohne Kleidt gemahlt? Weil du den lügen gram
Gar keine falschheit liebst. die warheit ligt verschlossen In deinem süssen tranck vnd wan wir vns begossen Da ist die zunge loß: das alles was der grundt Deß Hertzens hat bedeckt kömpt häuffig auss den mund.
Vnd warumb bist du jung? Weil deine süsse gaben Die runtzeln thun hinweg das alter gantz vergraben. Was zeiget vns dann an dein dicker feister wanst? Er zeiget daß du pein vnd leid vertragen kanst.
Auch deine trummel lehrt daß die dich nicht recht ehren Vnd sauffen zu getrost nichts sehen vnd nichts hören Vnd machen groß geschrey. die krone die du tregst Ist Mutter deß geträncks dadurch du vns bewegst.
Viel haben Nomius den Namen dir gegeben Dieweil du das gesetz vnd weise recht zu leben Gebracht hast an den tag: darunter auch ist das Daß niemand setzen darff den Becher oder Glaß
Es sey dann außgebohrt. wer diß gebot darff brechen Muß noch einmahl daran vnd ohne wiedersprechen Noch einen kehren vmb ich kenne manche wol Die diese straffe nicht gar groß erschrecken sol.
Der name Er trifft recht vber ein; du hast jhn auch besonder Allzeit sehr lieb gehabt: weil dein Volck weit von list Vnd scharffen sinnen ist du selber lustig bist.
Dann Liber wann du kömpst aus einem vollen hafen Geflossen in den leib da werden auch die Sclaven Zu Königen gemacht: die trawrigkeit vnd schmertz Vergehen durch den trunck entbunden ist jhr hertz.
Doch worvon kömpt es her daß sie dir hörner geben? Ists dannher weil du giebst den vnterhalt zu leben Schenckst reichlich vnd vollauff daß alles da sein muß Wann du vns nur berührst mit grossem vberfluß?
Ists wol von dem gebrauch der alten Welt geflossen Dieweil sie nur den Wein in hörner eingegossen Eh als man Goldt gekent? mehr oder das der Wein Vns wilde macht wie sonst die hörner-thiere sein?
Ists ferner auch daß du von Ammon her bist kommen? Vnd daß du allererst die Ochsen hast genommen Vnd an den pflug gefügt? ists dan daß niemand kan Vor dir versichert sein leuffst alle Menschen an?
Diß alles gibt man vor. doch mag ich dich was fragen Ists nicht dieweil du machst die männer hörner tragen? Dann wann die Frawen sind durch diß dein kraut erfrewt So sind sie bey der lust vnd gehen was zu weit.
Man sagt daß Ph Ein groß vnd schwer altar verbeint an allen seiten Mit hörnern die jhm hat die Schwester zugestellt Die manches Hörner-thier in Delos hat gefellt.
Vnd das gehöret dir o beide Sohn vnd Schwager Deß grossen Jupiters o grosser Hörnertrager Vnd das gehöret dir ein new-gebawt altar In deiner Kirch’ vmbschrenckt mit hörnern gantz vnd gar.
Nun das gehöret dir. doch grösser solt’er werden Als er zu Delos war dem schönsten ort’ auff Erden: Wann jedermann der lebt die hörner brächt heran Die jhm die liebste gibt er stieß’ am Himmel an.
Jacche gib mir doch so ich mich muß ergeben Vnd wie der meiste theil mit einer Frawen leben Daß nicht dein süsses gifft jhr werde viel gebracht Auff daß sie jhren Mann nicht zum̃
Es ist vorh in genug daß auff Citherons spitzen So manche Daß Wirfft jhren tollen Kopff vnd schreyet in die lufft
O Bassa rew laß mich doch mit den blettern decken Die du tregst vmb das haupt; den süssen tranck auch schmecken Den du gefunden hast der alle Menschen zwingt Vmbgib mich mit der haut die deinen leib vmbringt.
Laß mir den holen stock den du tregst in den Händen Wann mir der fuß entgeht thue vnfall von mir wenden Spann auch die Tyger ein. ich nehm es alles an Auff deinem Kopffe nur laß ich die hörner stahn.
Der Liebe stärcke hat dich off tmals vberwunden Viel Nymphen haben dein mannhafftig hertz gebunden. Es wird von Beroe der schönen viel gesagt Die auch Neptuno lieb wie sehr sie dir behagt.
Wie Ampeli gelb’ haar von Zephyrus getrieben Dein vnerlescht gemüth beweget hat zum lieben. Wie daß dir durch den Stier vnd seinen grimmen todt Dadurch er weggerafft erregt ward weh vnd noth.
Du wündschtest offtermals wie er auch zue verterben Die Sonne nicht zu sehn du wündschtest offt zue sterben. Doch Vater der du nur sihst stets deß Himmels licht Vnd wohnst bey Phlegethon noch bey Cocytus nicht;
Das kompt den menschen zue die offters heute leben Vnd einen tag darnach sich in das Grab begeben. Sie mussen alle sehn wie frisch vnd wie gosund Sie immer mögen sein den fchwartzen Höllenhund.
Doch dieses grosse leid ward gantz vnd gar versencket Als du nach dem er todt den Weingart hast gescheucket. Eubule lehre mich Limnaee sage frey Wie doch der Traubensafft zu erst erfunden sey.
Die Griechen sein zue Wind vnd eitelkeit geneiget Man list der Bock hat dir den Weinstock erst gezeiget. Die aber so groß ding den theuren edlen Wein Dem Bocke rechnen zue das mussen Böcke sein.
Es ist ein schädlich Thier das offte Stock vnd Trauben Verterbet biß zu grund mit seinem steten klauben Zureist die süsse frucht. Dannher auch kommen thut Daß du gestillet wirst durch seinen Tod vnd Blut.
Durch die vrsachen ist vor zeiten auch entsprossen Daß man den Bock zue erst geschlachtet vnd begossen Mit lauter süssem Wein dau ward mit seiner haut Ein lustig Spiel gemacht von vielen angeschaut.
Ein Spiel das Theseus selbst den Bawren hat ertichtet Als er dein Freidenfest am ersten augerichtet. Sie machen einen Sack dan springen sie darauff Vnd fallen in den Sand der tolle volle hauff.
Hier mercken wir darauß das dis sind kale sachen Vnd lügen ohne frucht gar billich außzulachen Recht alter Weiber tand. doch gleich so wol der Bock Ist nicht sehr wol daran verleuret seinen Rock.
Du hast das gülden’ Haar von Ampelus genommen Verendert in die pflantz’ auß der der wein herkommen Durch welches zue der Stund das Elend Weh vnd schmertz Vnd leidige verdruß verlies dein traurig Hertz.
Ich lasse stehn den Kohl der von Lycurgus thränen Soll her gebohren sein: will heute nichts erwehnen Von Widerwertigkeit. Doch muß ich eine that Erzehlen dir zueruhm so sich begeben hat.
Nach dem du auff die See vnd Wellen vbergeben Da du in Thetis schoß versichert möchtest leben Kamst wieder auff das land sahst du den Vogel stehn Vnd machtest daß er must in furcht vnd zittern gehn.
Du schlugst jhn mit dem Spieß’ vnd hiltest jhn gebunden Mit Reben vmb die Hand sein’ Augen die bestunden Mit threnen vberdeckt; vnd zu derselben stundt Kam im ein heßlich schleim geronnen auß dem mund.
Wohin er nur diß safft ließ auß den Augen fliessen Ins Erdreichs dürre schoß da sah man kohl auffschiessen Die wunderbare pflantz. dan wo sie jetzt noch steht Ob gleich sonst Wein da wechst das Weinland das vergeth.
Drumb ist sie noch gesund nach dem man viel gehoben Vnd das der dampff beginnt im Kopffe sehr zu toben Vnd macht da grosse pein dann wird sie gutte kost; Dann wer den schmertzen fühlt kompt wieder zu der lust.
Jacche sonder dich ist Venus als gebunden Cupido ligt vnd schläfft kan niemand nit verwunden: Kömpst aber du darzu dan fassen wir vns muth Sind eiffrig zu dem thun dann thut das lieben gut.
Drumb hat man vor der zeit gepflegt auff den altaren Der Griechen weitberhümbt mit Venus dich zu paren: Dann ohne Bacchi safft vnd Ceres deine frucht Ists mit dem lieben nichts vnd Venus giebt die flucht.
Die frewde kömpt von dir: wir seind ohn deine gaben Schon vor dem Tode Todt vnd lebendig begraben. Beschawt man vm̃ vnd vm̃ was doch wir Menschen sein Das erst’ ist ach vnd weh das letzte noth vnd pein.
Mit threnen kömpt man an mit seufftzen weh vnd klagen Geht man von da man kam mit hoffen vnd mit zagen Vollführt man seinen lauff. schwebt also für vnd für Ohn alle nutzbarkeit in eiteler begiehr.
Das leben ist ein Marckt zu dem wir Menschen lauffen Vns Lust vnd Fröligkeit vor vnser Geld zu kauffen. Wer da das meiste kriegt vnd legt die zeit wol an Die jhm gegeben ist derselb’ ist wol daran.
Der rest ist als ein wind dann wann der Geist gezogen Ist ein mahl auß dem Leib’ vnd auß dem Mund’ entflogen Er bleibt so lange weg verlest vns hier ein’ hand Zwey oder drey voll staub. das bleibet vnser pfand.
Die Blumen fallen ab das kraut vnd graß verderben Vnd schiessen wieder auff; auch deine reben sterben Vnd kommen wiederumb. die güldne Sonne steht So offtmahls wieder auff als sie zu bette geht.
Wir wann wir einmal schon mit threnen sind begossen Geschieden von der Welt vnd in den Sarch geschlossen Wir bleiben da wir sein verwesen in der Erdt Vnd niemand ist von vns der dann zü rücke kehrt.
Da gehn die sorgen hin darumb hast du erfunden Die wunderliche pflantz mit welcher man die wunden Dernoth vnd kummers heilt vnd treibet von der brust Verdruß vnd durst zugleich kriegt fröligkeit vnd lust.
Deß Jupiters befehl dir jederzeit gefallen Folgst jhm vnd wirst geliebt auch von den Göttern allen. Ich nehme Ceres auß. Weil sie dich sehr verletzt Vor diesem wie man sagt vnd hefftig auffgesetzt.
Es hat die sache sich nicht also längst verlauffen Daß Jupiter zue jhm die Götter allzuhauffen Beruffen vnd gefragt was doch das beste sey Mit dem ein jeglicher den Menschen stünde bey.
Apollo trug die Harpff mit schöner Frucht der Erden Kam Ceres in der hand Neptunus mit den Pferden Osiris bracht’ auch was vnd Isis vnd der Pan Mercurius die Zung die er wol brauchen kan.
Vulcanus seine Glut Mars starcke macht zue kriegen Die Schwester Jupiters vnd Fraw jhr groß vermügen. Da war kein ansehn nicht; sie trugen in gemein. Auch Pallas jhren Baum vnd Bacchus seinen Wein.
Cupido war vorhin von Hause weggesendet Auch Venus war nicht da; so daß jhm nicht verblendet Durch sie das Antlitz ward. Viel sagten zu der stund Das
Ein jeder sah’ auff sich versuchte zue beweisen Daß seine Gab’ vnd Werck vor allen sey zue preisen. Doch Bacchus lacht’ jhn an vnd macht’ jhn so viel weis Tranck jhm so hefftig zue daß er behielt den preiß.
Die stoltze Ceres kont es aber nicht vertragen Lieff eylend da hinweg vnd setzte sich zue Wagen Vnd hat so viel gemacht durch Achelous raht Daß sie deß Bacchus platz schier selber innen hat.
Ihr Koren wird gekocht wird von den Fewerfuncken Vnd glut zu recht gebracht jhr Koren wird getruncken Ihr Koren steigt ins Haupt vnd sonderlich mit Hopff Gebreuet vnd vermengt verwüstet vns den Kopff.
Das kan man jetzt noch wol an vnsern Bauren spüren Die von der Ceres Tranck ein seltzam wesen führen Vnd kratzen sich herumb. Es ist ein frembd verstand Das Koren trincken sie vnd brennen ab jhr Land.
Man kan der Ceres haß noch jetz in jhnen mercken: Dann wann es kompt ins haupt begint sich auch zustercken Trotz zanck vnd haß dann kompt das messer auff den hut Die Kannen in die faust dann folget Menschenblut.
Du bist o Hast von Natur vnd art gantz freundlich dich erzeiget: Vnd allen guts gethan bist jederzeit jhr Gott Ihr helffer schutz vnd schirm gewesen in der noth:
Ein trewer auffenthalt der Männer vnd der Frawen. Kan man dasselbe nicht an Ariadna schawen? Dann nach dem Theseus nun hinweg geflohen war Auß Naxos von der Braut so fandst du sie alldar.
Sie rieff vnd schrey betrübt: Wie bistu so gesonnen O Bürger von Athen wie bistu so entronnen? Ach weh ach meinen schlaff! dein hartes falsches hertz Bringt mich betrübte Magd in solches leid vnd schmertz.
Ich war in einem traum. Mich dauchte daß wir lagen Zusammen mund an mund in euserstem behagen Gemeiner Freud’ vnd lust. Ich stackte meine Hand Nach Theseus in das Bett’ die Thesens doch nit fand.
Ich richtete mich auff im Schlaff’ vnd fühlte wider Mit beyden armen vmb griff fleissig auff vnd nieder Wo er dann muste sein. doch sucht’ ich hier vnd dort So war es nur vmbsonst er war doch einmahl fort.
Wie elend seind wir doch! wir lassen vns berauben Deß besten auff der Welt durch gar zu leichte glauben. Hat eine Jungfraw dann nicht mehr die werthe kron Das was sie noch behelt ist vnehr spot vnd hohn
Vergeben rew vnd leid. Ach möchte sichs begeben Daß doch ein grimmig Thier abhülffe meinem leben So nun beflecket ist. Ach daß der Hagel kem Gefallen auß der lufft vnd mich von hinnen nem.
Wo soll ich arme hin? dies’ Insel ist geschlossen Das Land ist vor mir zue darauß ich bin entsprossen Vnd das vmb dich allein: bin deinet wegen bloß Bin kommen in den tod auß meiner Mutter schoß.
Du Mörder hettest du ja müssen dich befohren Vor deines Vaters zorn mich die ich bin gebohren Von Königlichem stamm bey allen wolbekant Bey allen hoch geschätzt zue führen in das Land:
Zum minsten hett’ ich doch gedient zu andern sachen Dir fleissig nachzugehn dein Bette recht zu machen. Zum minsten hett ich dich zue sehen recht vnd fug; Ich könte Theseus sehn das were mir genug.
Nun sterb’ ich ohne dich. diß sind die Hochzeit gaben Die Theseus mir verehrt; ein’ Insel sol ich haben See Wind vnd rawe Lufft. Ach meineid ohne maß Er lest hier seine Braut den Vögeln für ein aaß.
Diß ist die grosse Trew die du mir hast gegeben Als ich mit meiner hand zuevor beschützt dein Leben Vnd von dem Tod’ erlöst. Ach! daß doch keine Fraw Den Männern nach der zeit vnd jhrem Eyde traw.
Dann wann sie hitzig sein vnd was von vns begehren Da hört man sie sich hoch verbinden vnd verschweren: Ist nachmals jhre lust von vns geschöpfft dahin Sind alle glatte Wort’ vnd zuesag’ auß dem sinn.
In dem sie also sitzt mit kummer vberlauffen Vnd schmertzlich sich beklagt kömpt Bacchus vnd sein hauffen. Die tolle volle schar hüpfft frölich in die lufft Vnd schmeist den kopff empor auß trunckenheit vnd rufft:
O Evan Evoe. zehn wüttende M Gehn vmb die gutschen her vnd auch so viel L Sie trugen einen Spieß ein’ jeglich’ in gemein Bekleidet rings herumb mit blettern von dem Wein.
Der Satyren Volck sprang Silenus aller truncken Auff seinem Esel kam fein langsam nachgehuncken Trug eine Kanne Wein vnd in der lincken hand Die schwinge dem geschirr deß heiligthumbs verwand.
Ein par der Götter trug den zeug in zweyen Kisten Damit man dir bey Nacht dein Fest pflegt zuzurüsten: Der Maron folgte nach vnd kühlte seine brust Die hitzig worden war mit süssem newen Most.
Hernach kam Staphylus der Meister in dem sauffen Der kahle Botrus auch kam mit dem hellen hauffen: Vnd Methe starrend voll das vnverschämpte Weib Fiel offters in dem gehn Sylvanus auff den Leib.
Viel Paucken hörte man weit vber alle Felder Viel Cimbeln klungen sehr durch Naxos wüste Wälder: Auch Echo selber schrey vor allen in die höh Vnd rieff so sehr sie mocht: o Evan Evoe.
Wie er nun also zeicht ersieht er in dem fahren Das schöne Minos Kind: Die braunen Augen waren Von zehren noch genetzt. Gleich wie das grüne graß Wird durch den süssen taw zue zeit deß Mayens naß.
In dem Aurora ist deß Morgends auffgegangen: So stund das Wasser noch auff jhren rothen Wangen Das Haar hing ohne band vnd lag auff ihrer Schoß Ihr Kleid stund auffgemacht die Brüste waren bloß.
Die Haube weit hinweg geworffen von der stellen An der sie selber saß lag bey deß Meeres Wellen Die spielten fast darmit: Was höher jhr zur hand Lag jhr zudrückter Rock vnd Brusttuch in dem Sand.
Sie rieff noch Theseus an vnd warff die zarten armen; Vor welchen Bacchus kam sich jhrer zuerbarmen Vnd sah sie lieblich an vnd nahm ein Rebenblat Das Wasser weg zuethun das jhr mit hauffen trat
Auß jhrer Augen bach. Er hielt mit seinem Wagen Vnd sagte: liebes Kind was hilfft dich doch das klag en Vnd sehnliche geschrey? Ist Theseus weg dein Mann Ich wil dein Theseus sein. Sieh mich doch einmal an.
Sohlag doch dein angesicht nicht nieder. laß doch fahren Das was du jetzund denckst laß mich nun mit dir paren. Ich bin der grosse Gott der traurigkeit vnd pein Beseite stellen kan durch seinen edlen Wein.
Minois Tochter schwieg ließ von der seiten schiessen Ihr Angesicht auff jhn. Das rührte dein gewissen O Evan Evoe. Bald wieder auff der stet Warff sie ein aug’ auff dich das noch viel besser thet.
Das war genung gesagt vor Menschen vnd vor Götter. Schweigt eine Jungfraw gleich hier sind doch die verräter. Es ist ein wundervolck sehr listig in dem grund Sie sagen ohne zung vnd reden ohne mund.
O Evan Evoe du Gott der Süssen Reben Da thetest du jhr bald zu beyden seiten geben Gar einen zarten kuß: Hast jhr ein Bett bedeckt Von deinem Hindenfell vnd in den Sand gestreckt.
Man sahe guten Wein da wachsen zue der stunden Viel tausend Blumen sich an dem gestade funden Die See lag still vnd stumm. Der Wind war gantz in rhue Doch Zephyrus allein sah’ ewrer Liebe zue
Vnd bließ Violen auß vnd Rosen euch zue ehren Die Göttin Venus selbst hieß sich mit Myrten mehren Die Stelle da jhr lagt die sie mit jhrer hand An deine Reben flocht’ vnd zue einander band.
Da lagt jhr gantz den tag. Mimallones die lieffen Gantz rasend vmb vnd vmb. Die Satyri auch rieffen O Evan Evoe: doch Evan gab nicht acht War embsig auff das spiel der Liebe nur bedacht.
Nach dem der süsse streit zue seinem ende kommen Hat er die newe Braut auff seine Kutsch genommen Sie bey das Bild das kniet mit sich geführt davon Vnd in die lufft gestelt die schöne güldne Kron.
Die kömpt noch jetzt zu paß wan die Liebhaber messen Deß Meeres blawe Feld. Es ist noch nicht vergessen Gar offt ist einer jetzt der vmb die Krone fragt Vnd seiner Reisepursch den ersten vrsprung sagt.
Ich denck’ auch wie durch dich Vulcanus in den orden Der Götter wioder kam als jhm verbotten worden Bey jhnen mehr zue sein vnd mit der starcken hand Vom grimmen Jupiter gestürtzt war auff das Land
In Lemuos hart vnd dürr voll beulen vnd voll wunden An beyden Seiten lahm. Da hastu eilend funden Gar einen newen fund. Du hast Silenus Pferd Den Esel an den schwantz gezeumt vnd vmbgekehrt
Den Knecht darauff gesetzt. So kam er her geritten Vnd klagte Jupiter was schmertzen er erlitten Griff an den lamen fuß. Er schrey so grausam wild Daß Jupiter sich selbst deß lachens nicht enthielt
Vnd ließ jhm seinen ort. Dannher auch ist es kommen Daß Juno wieder dich in jhre gunst genommen Dieweil du jhren Sohn so artlich hast bedacht Vnd jhn in seinen platz vnd alte stelle bracht
Nun diß sey alles war. So wusten viel Poeten Vorhin nicht wie du dich gewagt in grossen nöthen. Sie sagten dein gemüth das thete blos bestehn In eiteler begiehr den Weibern nachzuegehn.
Ich aber Evan weis das Als Du stundtst nechst Jupiter gabst Rh In Löwens art verkehrt daß er zur Erden schoß.
Er rollte berghinab zwo nacht vnd zwene Tage Biß daß er nieder kam vnd auff der Erden lage. Dein Vatter als er sah die that so du vollbracht Gab einen Donnerschlag zue Ehren deiner macht.
Der Himmel schwitzte selbst Porphyrion sah zu begonte zu verbleichen Vnd Jupiter hieß dich o Evan zu der zeit Vor aller Götter zahl den Meister in dem streit.
Mars muste selber sehn verwahrt an allen enden Daß du den ersten preiß geführt in deinen händen. Du sassest oben an vnd dir zu grossem danck Gab Ganymedes erst den Becher mit dem tranck.
Den hast du noch voll Blut voll schweiß vnd gantz beweget Genommen in die faust auff dreymal hingeleget. Die Götter waren fro ein jeder rieff vnd schrey: Durch dich durch dich allein o Evan sind wir frey.
Bald hieß jhm Jupiter den grossen becher geben Vnd ließ jhn gehn vmbher auff aller Götter Leben: So daß die meinung mir in mein gemüte kömpt Daß der gesundheit trunck dannher den vrsprung nimpt.
Sie pflegen offtermals sechs Gläser auß zuesauffen Vnd auch bißweilen mehr mit solchem grossen haussen Biß daß sie letzlich noch deß Fasses Meister sein. Vor mich ist gar genug ein Kleeblat nur allein.
Nicht mehr begehr ich mir. Das erste vor den Magen Das ander für die Lieb’ vnd freundliches behagen Das dritte nehm’ ich auch; dieweil der schlaff vnd rhue Durch diß verursacht wird vnd deckt die sorgen zue.
Auch ist der Gratien zahl diese welche geben Genügen frewd’ vnd lust vnd selbst bey Venus leben. Wer dreymahl dieses thut vnd so vmbher lest gehn Der bleibet in der zahl deß
Orontes weiß auch wohl wie daß du vberwunden Die Feinde mit dem spieß mit Trauben vmbgebunden. Dann hierumb haben sie Thriambus dich genant Weil du mit rechte dich rühmst deiner starcken hand
Vnd daß du kamst gekrönt mit blettern von den Feigen Vnd thetest deine krafft den Indianern zeigen Den Feinden nur zu hohn nach dem du grosser Held Mit vnerhörter macht Deriades gefellt.
Selbst Juno bebete vor deinen grimmen Thieren Als sie dieselben dich sah’ an dem Zaume führen Zwey Panther die im haupt zwey augen hatten stehn Den Fewerkolen gleich. man sahe flammen gehn
Auß jhrer Nasen her den schaum mit grossem hauffen Als flocken einer glut auß jhrem mundelauffen Rund vmb den heissen zaum. So kamest du heran Mit einem newen Rock’ auffs herrlichst’ angethan.
Der Rock wahr allerseits mit Kräutern außgeziehret Vnd Blumen frembder art durch welche wird gespüret Dein’ Art vnd grosse Macht. Gewalt vnd Tyranney Gieng dir zur lincken hand; die Thorheit sas darbey:
Die Gramschafft vnd der Zanck die Furcht vnd böse Reden Die Freyheitgantz entblöst die Tugend vnd viel Schäden Die Gicht vnd Hauptweh auch so noch gern vmb dich sein Vnd werden auch durch dich gezeuget auß dem wein.
Du bist von grosser macht. Diana wird geliebet Von dem der auss der Jagt sich mit dem hetzen vbet. Der Venus Mann der hat die Schmied’ in seiner hand. Apollo wird gekennt bey Leuten von verstand.
Neptunus wird geehrt von seinen Boßgesellen Die auff dem Wasser sein vnd lauffen durch die Wellen: Doch alle Jäger Schmied Gelehrter Stewermann Er sey auch wer er sey der betet Bacchus an.
Sie trincken allzuemal vnd wündtschen sich zue laben Mit deiner süssigkeit vnd vnverfälscht zue haben Den guten Reinschen Wein du magst die Welt durch gehn Ein jeder siht dich gern auff seiner Tafel stehn.
Man sagt daß Cato selbst ein man zu ernst gebohren Vnd allzeit vnbewegt vnd allzeit vnbeschoren Ihm offtermahls mit dir hat seine lust gemacht Ja Socrates hat selbst nicht lange sich bedacht.
Diß ist der Mann gewest durch dessen Kunst wir wissen Einscheumig frisches Glaß recht auß vnd ein zugissen Nit groß vnd vngeschickt das bald herumb auch geht Auß welchem Freudenspiel vnd gut gespräch’ entsteht.
Das ist genung vorauß. Die tollen Moscowiten Die mögen jhren Hals gantz häufsigvberschütten Mit jauchtzen vnd geschrey. Ich aber thue bescheid Zu mehrung meiner lust vnd rechten fröligkeit.
Das mittel das ist gut. Wer drüber ein wil schencken Der mag auff Pholus sehn vnd auff Hyl Zuevor Jcarius der lehret recht vnd wol Wie man das mittelmaß im Trincken halten sol.
Dann da du jhn verehrt als du zu jhm bist kommen Mit einer Flaschen Wein hat er sie erst genommen Den Bauren mitgetheilt das jhm nicht wol bekam; Dann jeder hitzig ward vnd seinen Flegel nahm
Vnd schmissen auff jhn zue biß daß er hat sein Leben Im sande jämmerlich ermordet auffgegeben. Doch Evan es ward jhm der Tochter vnd dem Hund’ Ein schöner platz durch dich hoch in der lufft vergunt.
Triambe sey gegrüst o Herscher aller Feinde Großhertzig starck von krafft beschützer deiner freunde Vnd die dir folge thun. Doch warlich wer von dir Nicht wol bescheiden redt der siht sich vbel für.
Leu conoe war toll’ hieß deine Priester lügen Vnd Lachte dein Volck auß: muß jetzt derhalben fligen Deß Abends vnd bey nacht. So kamen auch innoth Die Schiffer so mit dir nur treiben jhren spot
Gleich werest du noch jung. Sie worden bald verkehret Ihr Segel Ruder Mast vnd Schiffzeig ward verzehret Mit rancken gantz vmbringt. Auff allen seiten her Ward jhr gewaltig Schiff von deinen trauben schwer.
Ich wündtschte daß mein Feind sich dir entgegen setzte Er sol gewißlich sehn daß niemand dich verletzte Lyaee der hierumb nicht straffe leiden muß Du zeuchst vns in das Haupt vnd greiffest doch den Fus.
Der andern Götter pracht muß niemand etwas sparen An reichem Kirchenbaw an köstlichen Altaren Die der gemeine Mann auffs beste streicht herauß. Du aber hast erwehlt die Kanne für dein Hauß.
In dieser Kirchen steht dein werck dein thun vnd wesen In dieser wird von dir gesungen vnd gelesen. Da wohnet neben dir die Lust vnd Fröligkeit Der Trost die Liebe selbst vnd alle gutte zeit.
Da wohnt der süsse schlaff der alle pein kan temmen Ernewern vnsern muth die sinnen vberschwemmen Mit wahn der waren lust dem Bruder Ikelos Vnd der dir offtmals folgt dem Sohne Phantasos.
So bald wir den geruch darvon durch dich empfinden So wollen wir empor wir lassen vns nicht binden Hertz Sinnen vnd Verstand sie sein auch wo sie sein Die kommen gantz zu hauff’ vnd fliegen vmb den wein.
Da sind wir vber vns gehn weit von allen nöthen Auff Heliconis Haupt. Drumb sind auch die Poeten O Vater dir vertrawt. Diß Volck ist so daran Daß es vor allen nicht viel noth vertragen kan.
Im fall sie deine Milch so wunderlieblich springen In einer schalen sehn beginnen sie zue singen. Vnd wann du in sie kompst da wird jhr Hertze loß Da ist nichts Menschlichs da da machen sie sich groß.
Dann lassen sie den fluß auß Castalis wol fahren Vnd wissen Wie trefflich sie auch ist. Drumb raset Griechenland So den Poeten nichts als Wasser zueerkandt.
O Vatter das ist recht vor Schaff vnd grobe Rinder Nicht vor ein hoch gemüth nicht vor Apollos Kinder Die ware Meister sind deß Todes vnd der Zeit Durch jhr vnsterblich Lob vor beyden wol befreyt
Doch dem Thebanschen Schwan dem kan ich’s nit vergeben Wie hoch er immer redt wie hoch er auch magschweben. Was kompt jhm in den sinn als er sein Lied begint Vnd sagt das Wasset ist das beste das man findt?
Ismenus muste sein von wunderlichen Gaben Vnd wohl dem Weine gleich daß ihn der Mann erhaben So vber alle ding’ Er mag auch fellt mir ein Vieleicht in deiner Stadt nie Bürger worden sein.
Homerus der hat recht der Vater vnser allen Er lest den klaren Wein jhm trefflich wolgefallen Vnd redt von seiner krafft so wol so wunderfrey Daß scheint er dazumahl recht satt gewesen sey.
Secht doch Achilles an so bald Vlysses kommen Vnd auch sein Mittgesell’ er hat den Krug genommen Den jhnen zugebracht zürnt er schon gantz vnd gar Vmb daß Brisets jhm mit macht genommen war.
Laertis weiser Sohn will nicht den anfang inachen Von seiner grossen Reis’ vnd wunderlichen sachen: Eh Polyphemus kömpt vnd Scylla auff die bahn Hebt er zue allererst von deinen gaben an.
Hat Orpheus nicht begunt die Völcker erst zue lehren O Sohn deß Jupiters die weise dich zue ehren? Von seiner grossen Kunst vnd Cither weit bekandt. Wird auch dein hoher Berg
Cratinussprach daß die so sich mit Wasser plagen Von nichts als gauckeley vnd thorhett köndten sagen; Weil deine frucht vns auch hoch aufführt von der Erd So sagt’ er daß der Wein sey der Poeten Pferd.
Schaw doch Anacreon was der hat fürgegeben? Nicht Cadmi reise lob nicht Agamemnons Leben Gleich wie er selber sagt; es ist sein gantz gesang Nur Venus vnd jhr Sohn vnd Bacchi milter tranck.
Der Kruß der ist sein Schild auff welchem er wil tragen Nicht Orionis schwerdt auch nicht der Sonnen wagen Nicht Sternen auß der Lufft. Erwill allein für sich Euch drey: der Venus Sohn sein Lieb vnd Bacche dich.
Vnd dannher glaubet man daß du meist aufferzogen Von Vnd auff Parnassus wohnst. Es halten jetzund noch Auch die Göttinnen dich vnd du sie wiederhoch.
Man höret vberall die seitten von dirklingen In jeglichem gelach von deinen Gaben singen Vnd deiner süssigkeit. Ich kan auch glauben fast Daß du den Cadmus wol zum altervater hast
Der von Agenor ward gesendet zue erkunden Das was er doch nicht fand was bessers hat gefunden Die Buchstabn vns erdacht vnd selbst mit eigner hand Die hohe wissenschafft gepflantzt durch Griechenland.
O Risen-tödter groß o Blitzeskind o Hasser Der trawrigkeit vnd angst. O arger Feind dem Wasser! Ich fühle deine macht O Vater ich geh krumb Nach deinem süssen safft der kopff der laufft mir vmb.
Zwey Sonnen seh ich da vnd zwene Monden stehen Ich sehe recht vor mir viel Spieß’ vnd Fahnen gehen Das Hertze brennet mir. O Phanes meinen Fuß. Mein Sinn von dir entzündt macht daß ich straucheln muß.
O Evan ich bin hoch biß in die lufft gestiegen Kan sehen vnter mir viel Land vnd Städte liegen. Thyoneu, Bugenes, wie kömpt mir alles für? Wo bin ich? Seh’ ich nicht dein Ochsenhaupt allhier?
Cithaeron steht im brand. Ich sehe zweene hauffen Der Weiber auff jhm gehn vnd Bassaris auch lauffen Mit heßlichem Geschrey. Ihr Spies steht vndersich Die bletter sein herab. Sie will ja nicht auff mich?
Die Zöpffe seh ich jhr zum theil hernider hangen; Vnd thuiles sind empor vermengt mit vielen schlangen Die kriechen hin vnd her vnd wenden sich im lauff Vnd steigen auß dem mund’ an jhren haaren auff.
Wo soll ich hin dann gehn? was sol das hertzen dringen? Wie seltzam wird mir doch? Mein haupt das wil zuspringen. O Evan Evoe zugleicht Kind vnd Mann O Sabon Indier Osiris vnd auch Pan.
Denys Hymenean Evasta Sinnen-brecher Lenaee Ligyreu du Schnarcher du Groß-sprecher Du Mörder aller pein du wunderstarcker Gott O Hyeu Nysean Päan Iraphiot.
Nacht-läuffer Hüffte-sohn Hochschreyer Lüfftenspringer Gut-geber Liebes-freünd Haupt-brecher Löwen-zwinger Hertz-fänger Hertzendieb Mund-binder Sinnen-toll Geist-rührer Wackelfuß Stadt-kreischer Allzeit- voll.
O Dityrambe groß vom Vater auch gebohren Nicht von der Mutter nur O Stiffter außerkohren Der Lust vnd Fröligkeit. Ernehret in der flut Fraw Jüngling Gott vnd stier gekommen aus der glut.
Die Zunge klebt mir an Gebt was zutrincken her so kan ich recht genesen. Die Nymphen jaget weg vnd schenckt mir etwas ein So geht mein kummer fort vnd ich kan lustig sein.
Was folgest du mir nach? Wann hab’ ich dich verletzet Daß du mich straucheln lest? Ich habe nie geschwetzet Aus deinem Heiligthumb. Lycurgi böse that Vnd
Wo sol ich hin? sol ich wie du vorvielen Jahren Hin in das wüste Meer? Wer wird mich da bewahren? Du lieber hattest ja in Leucothean verwand Neptunus war dein Ohm.
Viel lieber wil ich sein getaucht in deine Wellen Die all’ vnsterbligkeit beseite können stellen Vnd lassen vnser Hertz biß an den Himmel gehn Vnd vnsern hohen sinn auch bey den Göttern stehn.
Kömpst du vns in den Kopff du rückst vns von der Erden Daß vnser Hertz vnd sinn voll muth voll Geistes werden Verlachen nur den Tod thun vnter vnsern Fuß Das häßliche geschrey aus Acherontis fluß.
Licnita sey gegrüst du bangigkeit vertreiber Vnd folge mir hernach zue vnserm Herren Schreiber Der diesen Abend noch wil sustig sein mit mir Vnd wartet meiner schon mit gutem Malvasier.
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