Skip to content
1597–1639

An den Cupidinem.

Martin Opitz

Odu Gott der süssen Schmertzen Warumb daß man dich so blindt Vberal gemahlet findt? Es geht schwer ein meinem Hertzen

Nun du seyest ohn Gesicht Ich kans aber glauben nicht. Sichstu nicht wie kanstu wissen Wo dein Pfeil hinfliegen soll?

Blinde sehen sonst nicht wohl Du kanst fein gerade schiessen Nun du seyest rc. Die in Püschen vmbher ziehen Die in wüsten Wäldern sein

Können doch der Liebes-Pein Vnd den Pfeilen nit entfliehen Nun du seyest rc. Die das weite Meer durchjagen Müssen fühlen deine stärck

Ist das blinder Leuthe Werck? Soll ich recht die Warheit sagen; Nu du rc. Gingstu nicht die enge Strassen In das Himmlische Gebew

Gantz allein ohn alle schew Dörfftest Jovem auch anfassen? Nun du rc. Kontest du nicht Pluto finden In der tieffen Höllen Schlundt

In dem finsteren Abgrundt Ihn zuschiessen dich erwinden? Nun du seyest rc. Du wilt keine Klage wissen Auch von denen die durch dich

Seind verwundet juniglich Thust all jhre Klag außschlissen Blindt bistu wol nicht: Ich glaub Daß du seyst gewaltig taub.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
An den Cupidinem. · Martin Opitz · Poetry Cove