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1618

59. Am 21. Sontag nach TrinitatisAuff den 27. Psalm

Martin Opitz

Bemühet euch, ihr Brüder, starck zu werden In Gott, zieht an den Harnisch seiner Macht. Es ist ein Feind nicht hier nur von der Erden, Der stündlich euch zu fällen ist bedacht.

Was euch bekriegt, das ist kein Fleisch noch Blut, Kein gleicher Feind; die Fürsten dieser Welt, Der Teuffel Schar, kömpt selber in das Feld, Sie stellet nach auff eurer Seelen Gut.

So schauet nun, behertzt zu widerstehen Mit steiffer Hand, legt Gottes Rüstung an; Seyt unverzagt, ihm auff den Halß zu gehen, Und scheuet nicht den ritterlichen Plan.

Der Lenden Gurt sey klarer Warheit Schein, Die nie erliegt, der Krebs Gerechtigkeit, Die Schuh Begier der rechten Friedenszeit, So könnet ihr zum Kämpffen fertig seyn.

Doch sonderlich ergreifft für allen Dingen Zu dieser Schlacht den vesten Glaubensschild, Den gar kein Pfeil, kein Waffen kan durchtringen Und der allhier am allermeisten gilt.

Deß Heyles Helm, deß Geistes scharffes Schwerd, Deß Herren Wort, laßt euch befohlen seyn, Diß ist der Schutz, der einig und allein Auff dieser Welt deß Teuffels Wüten wehrt.

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