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1618

5. Am H. ChristtageAuff den 92. Psalm

Martin Opitz

Das Gnadenliecht deß Herren Ist durch das schöne Zelt Der gantzen grossen Welt Erschienen weit und ferren;

Es leuchtet unsern Wegen, Heist uns der Wercke Schein, Dem Gott pflegt feind zu seyn, Weit weg und von uns legen.

Wir solln die Lust verlieren Zur Lust und Sicherheit, Mit Zucht und Frömigkeit, Mit Gottesfurcht uns zieren:

In warer Hoffnung leben Auff Freud' und Himmelslust, Die jetzt noch unbewust Und Christus uns wird geben.

Der Heyland ist gestorben Mit Langmut und Gedult Für unsre schwere Schuld, Und hat uns Gnad erworben,

Die Hertzen so zu stercken, Zu machen frey und rein, Damit wir mögen seyn Geschickt zu guten Wercken.

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