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1618

45. Am 8. Sontage nach TrinitatisAuff den 43. Psalm

Martin Opitz

Ihr müsset nach dem Fleische sterben Und abthun allen bösen Schein, Der nichts als Straffe kan erwerben. Wann ihr das Leben wollt ererben,

So last deß Fleisches Wercke seyn Und räumbt dem Geist' euch ein. Schaut zu, daß ihr nichts Arges treibet Und auff deß Fleisches Sündenbahn,

Als wie für diesem, nicht verbleibet. Wer Gottes Geist ihm einverleibet, Den liebt Gott, daß er ihm fortan O Vatter ruffen kan.

Diß söhnet auß bey Gott uns Sünder, Auff Fleisches Todt und zeitlichs Leyd: Wir werden Erben und, nicht minder Als Christus, seine liebe Kinder,

Mit Freuden gehn nach dieser Zeit Zur steten Herrligkeit.

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